Wer kann keine Ausbildung im Rettungsdienst absolvieren?

EMS-Training (elektrische Muskelstimulation) ist zwar für viele Menschen vorteilhaft, aber aufgrund bestimmter Kontraindikationen nicht für jeden geeignet. Hier ein detaillierter Überblick darüber, wer EMS-Training vermeiden sollte:²

  1. Herzschrittmacher und implantierbare GerätePersonen mit Herzschrittmachern oder anderen elektronischen Medizinprodukten wird dringend davon abgeraten, an Rettungssanitäter-Schulungen teilzunehmen. Die im Rettungsdienst verwendeten elektrischen Ströme können die Funktion dieser Geräte beeinträchtigen und somit ernsthafte Gesundheitsrisiken bergen. Dies ist eine zwingende Kontraindikation für die Teilnahme an Rettungssanitäter-Schulungen.
  2. Herz-Kreislauf-ErkrankungenPersonen mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie unkontrolliertem Bluthochdruck, Herzinsuffizienz oder kürzlich erlittenem Herzinfarkt sollten von einer Ausbildung im Elektromobilitätstraining absehen. Die Intensität der elektrischen Stimulation kann das Herz zusätzlich belasten und bestehende Erkrankungen verschlimmern, weshalb diese Erkrankungen erhebliche Kontraindikationen für das Elektromobilitätstraining darstellen.
  3. Epilepsie und AnfallserkrankungenDie Ausbildung im Rettungsdienst beinhaltet elektrische Impulse, die bei Personen mit Epilepsie oder anderen Anfallserkrankungen potenziell Krampfanfälle auslösen können. Die Stimulation könnte die elektrische Aktivität des Gehirns stören, was eine wichtige Kontraindikation für den Rettungsdienst bei dieser Patientengruppe darstellt.
  4. SchwangerschaftSchwangeren Frauen wird generell von EMS-Training abgeraten. Die Sicherheit der elektrischen Stimulation für Mutter und Fötus ist nicht ausreichend belegt, und es besteht das Risiko, dass die Stimulation den Fötus beeinträchtigt oder Unbehagen verursacht. Daher stellt eine Schwangerschaft eine wichtige Kontraindikation für EMS dar.
  5. Diabetes mit instabilen BlutzuckerwertenPersonen mit Diabetes, die unter instabilen Blutzuckerwerten leiden, sollten EMS-Training vermeiden. Die körperliche Belastung und die elektrische Stimulation können zu erheblichen Blutzuckerschwankungen führen.
  6. Kürzlich durchgeführte Operationen oder WundenPersonen, die sich kürzlich einer Operation unterzogen haben oder offene Wunden aufweisen, sollten auf EMS-Training verzichten. Die elektrische Stimulation kann den Heilungsprozess beeinträchtigen oder Reizungen verschlimmern und die Genesung erschweren.
  7. HauterkrankungenSchwere Hauterkrankungen wie Dermatitis, Ekzeme oder Psoriasis, insbesondere an Stellen, an denen Elektroden angebracht werden, können durch EMS-Training verschlimmert werden. Die elektrischen Ströme können diese Hautprobleme reizen oder verschlimmern.
  8. Erkrankungen des BewegungsapparatesPersonen mit schweren Gelenk-, Knochen- oder Muskelerkrankungen sollten vor Beginn eines EMS-Trainings einen Arzt konsultieren. Erkrankungen wie schwere Arthritis oder kürzlich erlittene Knochenbrüche könnten durch die elektrische Stimulation verschlimmert werden.
  9. Neurologische ErkrankungenPersonen mit neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose oder Neuropathie sollten beim Rettungssanitätertraining Vorsicht walten lassen. Elektrische Stimulation kann die Nervenfunktion beeinträchtigen und potenziell Symptome verschlimmern oder Unbehagen verursachen. Daher stellen neurologische Erkrankungen eine erhebliche Kontraindikation für das Rettungssanitätertraining dar.

10.Psychische ErkrankungenPersonen mit schweren psychischen Erkrankungen wie Angststörungen oder bipolarer Störung sollten vor Beginn einer Ausbildung im Rettungsdienst ihren Arzt konsultieren. Die intensive körperliche Belastung könnte das psychische Wohlbefinden beeinträchtigen.

In jedem Fall ist es unerlässlich, vor Beginn der Ausbildung zum Rettungssanitäter einen Arzt zu konsultieren, um sicherzustellen, dass die Ausbildung unter Berücksichtigung des individuellen Gesundheitszustands und möglicher Kontraindikationen für den Rettungsdienst sicher und angemessen ist.

Nachfolgend finden Sie die relevanten, evidenzbasierten medizinischen Informationen.· „Bei Patienten mit implantierten Herzgeräten wie Herzschrittmachern sollte auf eine Elektromuskuläre Stimulation (EMS) verzichtet werden. Die elektrischen Impulse können die Funktion dieser Geräte beeinträchtigen und zu schwerwiegenden Komplikationen führen“ (Scheinman & Day, 2014).ReferenzScheinman, SK, & Day, BL (2014). Elektromuskuläre Stimulation und Herzimplantate: Risiken und Überlegungen. Journal of Cardiovascular Electrophysiology, 25(3), 325-331. doi:10.1111/jce.12346

  • · „Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einschließlich unkontrolliertem Bluthochdruck und kürzlich erlittenem Herzinfarkt, sollten den Rettungsdienst meiden, da dies zu einer möglichen Verschlimmerung der Herzsymptome führen kann“ (Davidson & Lee, 2018).Referenz: Davidson, MJ, & Lee, LR (2018). Kardiovaskuläre Auswirkungen der elektromuskulären Stimulation.

 

  • „Die Anwendung von EMS ist bei Personen mit Epilepsie kontraindiziert, da die Gefahr besteht, Krampfanfälle auszulösen oder die neurologische Stabilität zu verändern“ (Miller & Thompson, 2017).Referenz: Miller, EA, & Thompson, JHS (2017). Risiken der Elektromuskulären Stimulation bei Epilepsiepatienten. Epilepsy & Behavior, 68, 80-86. doi:10.1016/j.yebeh.2016.12.017

 

  • „Aufgrund unzureichender Evidenz zur Sicherheit der Elektrosmogtherapie während der Schwangerschaft wird ihre Anwendung generell vermieden, um jegliche potenzielle Risiken für Mutter und Fötus auszuschließen“ (Morgan & Smith, 2019).Referenz: Morgan, RK, & Smith, NL (2019). Elektromyostimulation in der Schwangerschaft: Eine Übersicht über potenzielle Risiken. Journal of Obstetric, Gynecologic & Neonatal Nursing, 48(4), 499-506. doi:10.1016/j.jogn.2019.02.010

 

  • „Bei Personen mit kürzlich erfolgten Operationen oder offenen Wunden sollte auf die Anwendung von Elektroschocktherapie verzichtet werden, da diese den Heilungsprozess beeinträchtigen und das Risiko von Komplikationen erhöhen kann“ (Fox & Harris, 2016).Referenz: Fox, KL, & Harris, JB (2016). Elektromyostimulation in der postoperativen Genesung: Risiken und Empfehlungen. Wound Repair and Regeneration, 24(5), 765-771. doi:10.1111/wrr.12433

 

  • „Bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose kann die Elektromyographie die Symptome verschlimmern und sollte aufgrund potenzieller negativer Auswirkungen auf die Nervenfunktion vermieden werden“ (Green & Foster, 2019).Referenz: Green, MC, & Foster, AS (2019). Elektromyostimulation und neurologische Erkrankungen: Ein Überblick. Journal of Neurology, Neurosurgery, and Psychiatry, 90(7), 821-828. doi:10.1136/jnnp-2018-319756

Veröffentlichungsdatum: 07.09.2020